Scheidungsanwalt Hannover
Trennung und Scheidung – rechtssicher begleitet

Eine Scheidung gehört zu den emotional belastendsten Lebensereignissen. In Hannover werden jährlich etwa 1.500 bis 2.000 Scheidungsanträge beim Familiengericht eingereicht – Tendenz steigend. Die rechtlichen Anforderungen des deutschen Familienrechts sind komplex und ohne professionelle Unterstützung kaum zu bewältigen. Als erfahrene Fachanwältin für Familienrecht betreue ich meine Mandanten mit Empathie, Engagement und fundierter Kompetenz.

Einführung in das Scheidungsrecht

Unsere Kanzlei verfügt über langjährige Erfahrungen im Familienrecht und zeichnet sich durch besondere fachliche Kompetenz und Leidenschaft für die Interessen unserer Mandanten aus. Viele Mandanten schätzen unsere Arbeit und haben uns mit positiven Bewertungen auf verschiedenen Portalen ausgezeichnet. Ich begleite Sie durch alle Phasen Ihres Scheidungsverfahrens und sorge dafür, dass Ihre Interessen optimal durchgesetzt werden.

Das Scheidungsrecht ist ein zentrales und zugleich sensibles Rechtsgebiet innerhalb des Familienrechts, das sich mit der rechtlichen Auflösung von Ehen beschäftigt. In Deutschland sind die Voraussetzungen und der Ablauf eines Scheidungsverfahrens klar geregelt, dennoch empfinden viele Mandanten die Vielzahl an Vorschriften und die emotionale Belastung als große Herausforderung. Häufig stellt die Scheidung für Mandanten ein komplexes Rechtsproblem dar, das individuelle Lösungen erfordert.

Das Scheidungsrecht regelt nicht nur die formalen Voraussetzungen für eine Scheidung, wie das Trennungsjahr oder die Unwiderruflichkeit der Trennung, sondern auch die weitreichenden Folgen für beide Ehegatten und ihre Kinder. Dazu zählen Fragen des Unterhalts, des Sorgerechts, des Umgangsrechts sowie die Aufteilung von Vermögen, Eigenheim und Rentenansprüchen. Der Scheidungsablauf ist dabei durch gesetzliche Vorgaben strukturiert und sorgt für einen geregelten Ablauf des Verfahrens. Gerade weil jede Scheidung einzigartig ist, ist eine persönliche und kompetente Beratung durch einen Rechtsanwalt im Familienrecht unerlässlich. So können Sie sicherstellen, dass Ihre Rechte im gesamten Scheidungsverfahren optimal vertreten werden und Sie Klarheit über Ihre rechtliche Situation erhalten.

Intro Bild Kanzlei Birgit Lübke

Unsere Schwerpunkte im Familienrecht und Scheidungsrecht umfassen insbesondere Unterhaltsrecht, Sorgerecht, Umgangsrecht, Vermögensauseinandersetzung und Versorgungsausgleich. Unsere Beratungsleistungen werden individuell auf die Bedürfnisse unserer Mandanten zugeschnitten. Bei der Terminvereinbarung gehen wir gezielt auf Ihr persönliches Rechtsanliegen ein, um eine bestmögliche und individuelle Beratung zu gewährleisten.

Erfahrene Scheidungsanwälte gewährleisten eine effiziente und rechtssichere Durchführung von Scheidungsverfahren. Wir unterstützen Sie kompetent bei der Klärung von Unterhalt, Vermögensfragen und Sorgerecht.

Warum Sie einen erfahrenen Scheidungsanwalt in Hannover benötigen

In Deutschland herrscht Anwaltszwang bei Scheidungsverfahren – ohne Rechtsanwalt ist keine Scheidung möglich. Diese gesetzliche Regelung hat gute Gründe: Die rechtlichen Anforderungen beim Familiengericht und somit auch beim Familiengericht in Hannover sind äußerst komplex und erfordern fundierte Expertise im Scheidungsrecht. Der Schwerpunkt unserer Kanzlei liegt auf dem Familienrecht und insbesondere dem Scheidungsrecht.

Als spezialisierte Fachanwältin für Familienrecht bringe ich entscheidende Vorteile mit:

  • Schutz vor kostspieligen Fehlern: Bereits kleine Versäumnisse bei der Antragstellung können das Verfahren erheblich verzögern oder zusätzliche Kosten verursachen. Ein erfahrener Anwalt kennt die Fallstricke und vermeidet sie von Anfang an.
  • Optimierung der Verfahrenskosten: Durch geschickte Verfahrensführung und strategische Planung können die Gesamtkosten ganz erheblich reduziert werden. Dies gelingt besonders bei einvernehmlichen Scheidungen durch außergerichtliche Regelungen der Folgesachen.
  • Umfassender Rechtsschutz: Ob Unterhalt, Sorgerecht, Zugewinnausgleich oder Versorgungsausgleich – ein Scheidungsanwalt sorgt dafür, dass alle Ihre Ansprüche gewahrt und durchgesetzt werden.
  • Emotionale Entlastung: In einer der schwierigsten Lebensphasen übernimmt Ihr Rechtsanwalt die gesamte Kommunikation mit dem Familiengericht und dem gegnerischen Partner. Ihr Anwalt kümmert sich um alles Notwendige, damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können.

Voraussetzungen für eine Scheidung in Hannover

Scheidung - erfahrener Scheidungsanwalt Hannover

Das deutsche Familienrecht folgt dem Zerrüttungsprinzip: Eine Ehe kann nur geschieden werden, wenn sie gescheitert ist und keine Lebensgemeinschaft mehr zwischen den Ehegatten besteht. Konkret müssen folgende Scheidungsvoraussetzungen erfüllt sein, die grundsätzlich für beide Ehegatten gelten:

  • Das Trennungsjahr als Grundvoraussetzung: Seit dem 1. Januar 2024 gilt weiterhin die bewährte Einjahresfrist. Die Ehepartner müssen mindestens ein Jahr getrennt leben, bevor der Scheidungsantrag gestellt werden kann. Diese Trennung kann auch innerhalb der gemeinsamen Wohnung erfolgen, sofern getrennte Haushalte geführt werden und die Trennung von beiden Ehegatten anerkannt wird.
  • Getrennte Haushaltsführung: Die Ehegatten dürfen keine gemeinsame Wirtschaftsführung mehr haben. Jeder Partner muss für sich selbst sorgen – von der Wäsche bis zur Verpflegung. Nur gelegentliche gegenseitige Hilfe ist noch zulässig.
  • Unwiderruflichkeit der Trennung: Mindestens ein Ehegatte muss die Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft ablehnen. Versöhnungsversuche von maximal drei Monaten unterbrechen das Trennungsjahr nicht.
  • Sonderfall Härtefallscheidung: In Ausnahmefällen ist eine Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres möglich, wenn die Fortsetzung der Ehe eine unzumutbare Härte darstellen würde. Dies betrifft Fälle wie häusliche Gewalt, Alkoholismus oder schwere Straftaten des anderen Ehegatten.
  • Dreijahresregelung: Nach drei Jahren Trennung kann die Scheidung auch gegen den Willen des anderen Ehepartners durchgesetzt werden, da dann unwiderlegbar vermutet wird, dass die Ehe gescheitert ist.

Ablauf des Scheidungsverfahrens beim Familiengericht Hannover

Das Scheidungsverfahren folgt einem strukturierten Ablauf, der typischerweise zwei bis acht Monate dauert. Als Fachanwältin für Familienrecht begleite ich Sie durch jeden einzelnen Schritt:

1. Schritt:
Umfassende Beratung und Vorbereitung

In unserem ersten ausführlichen Gespräch nehme ich alle relevanten Daten für den Scheidungsantrag auf. Dazu gehören persönliche Angaben, Einkommensverhältnisse, Vermögenswerte und Informationen zu gemeinsamen Kindern. Gleichzeitig besprechen wir alle Folgesachen und entwickeln eine optimale Verfahrensstrategie.

2. Schritt:
Einreichung des Scheidungsantrages

Nach Vorbereitung aller Unterlagen reiche ich den Scheidungsantrag beim zuständigen Familiengericht ein. Der Antrag enthält alle notwendigen Angaben zum Verfahrenswert und zu den zu regelnden Folgesachen.

3. Schritt:
Zustellung und Versorgungsausgleich

Das Gericht stellt den Antrag dem anderen Ehegatten zu und verschickt gleichzeitig Fragebögen zum Versorgungsausgleich an beide Ehepartner. Häufig taucht in diesem Zusammenhang die Frage auf, wie der Versorgungsausgleich abläuft und welche Unterlagen benötigt werden. Diese Fragebögen müssen vollständig ausgefüllt und mit entsprechenden Nachweisen zurückgeschickt werden.

4. Schritt:
Scheidungstermin vor Gericht

Durchschnittlich zwei bis acht Monate nach Antragstellung findet der Scheidungstermin statt. Beide Ehepartner müssen persönlich erscheinen. Bei einvernehmlichen Scheidungen dauert der Termin meist nur 10-15 Minuten.

5. Schritt:
Rechtskraft des Scheidungsbeschlusses

Das Gericht verkündet den Scheidungsbeschluss, der einen Monat später rechtskräftig wird. Erst dann sind Sie offiziell geschieden und können wieder heiraten. Die Verfahrensdauer kann bei strittigen Folgesachen oder fehlenden Unterlagen zum Versorgungsausgleich erheblich verlängert werden. Daher ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend.

Scheidung
Schnell, fair & rechtssicher zum Neuanfang

Als erfahrene Fachanwältin für Familienrecht begleite ich Sie auf Ihrem Weg durch die Trennung – mit Empathie, Weitblick und juristischer Präzision. Gemeinsam finden wir Lösungen, die Klarheit schaffen und Konflikte vermeiden.

Arten der Scheidung – Welche Variante passt zu Ihrer Situation?

Im deutschen Recht wird zwischen verschiedenen Arten der Ehescheidung unterschieden. Je nach den Umständen Ihrer Trennung kommen verschiedene Scheidungsarten in Betracht. Die Wahl der richtigen Variante hat erhebliche Auswirkungen auf Kosten und Verfahrensdauer.


Einvernehmliche Scheidung – Kosten sparen durch Zusammenarbeit

Die einvernehmliche Scheidung ist die kostengünstigste und schnellste Variante. Beide Ehepartner sind sich über die Scheidung einig und haben alle Folgesachen außergerichtlich geregelt oder verzichten bewusst darauf. Die enge Zusammenarbeit und Einigkeit der Ehepartner ist hierbei entscheidend, um eine reibungslose und unkomplizierte Abwicklung der Scheidung zu ermöglichen.

Vorteile der einvernehmlichen Scheidung:

  • Nur ein Rechtsanwalt erforderlich – der andere Ehegatte stimmt dem Antrag zu
  • Bis zu 70 Prozent geringere Kosten gegenüber strittigen Verfahren
  • Deutlich kürzere Verfahrensdauer
  • Geringere emotionale Belastung für alle Beteiligten, insbesondere gemeinsame Kinder

Diese Variante eignet sich auch ideal für eine Online Scheidung, bei der die gesamte Kommunikation digital abläuft und persönliche Termine auf das absolute Minimum reduziert werden.

Streitige Scheidung – Wenn keine Einigkeit besteht

Bei einer strittigen Scheidung verweigert ein Ehegatte die Zustimmung zur Scheidung oder es bestehen Meinungsverschiedenheiten über wichtige Folgesachen wie Unterhalt, Sorgerecht oder Vermögensaufteilung.

Die Gesamtkosten können bei komplexen Vermögensverhältnissen oder langwierigen Sorgerechtsstreitigkeiten schnell das Dreifache einer einvernehmlichen Scheidung erreichen.

Charakteristika der strittigen Scheidung:

  • Beide Parteien benötigen jeweils einen eigenen Rechtsanwalt
  • Umfassende Klärung aller strittigen Punkte vor Gericht
  • Erheblich höhere Kosten durch doppelte Anwaltsgebühren
  • Längere Verfahrensdauer durch zusätzliche Gerichtstermine

Härtefallscheidung – Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres

Die Härtefallscheidung ermöglicht eine Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres, wenn die Fortsetzung der Ehe für einen Ehegatten unzumutbar ist.

Typische Beispiele sind häusliche Gewalt, Alkohol- oder Drogensucht, schwere Straftaten oder extreme psychische Belastungen. Die Erfolgsaussichten müssen individuell geprüft werden, da die Gerichte sehr strenge Maßstäbe anlegen.

Voraussetzungen für eine Härtefallscheidung:

  • Schwerwiegende Verfehlung des anderen Ehegatten
  • Unzumutbarkeit der Fortsetzung der Ehe auch nur für kurze Zeit
  • Aufwendige Beweisführung und detaillierte Darlegung der Härtefallgründe

Scheidungsfolgenvereinbarung – Konflikte vermeiden, Klarheit schaffen

Eine Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung ist ein entscheidender Baustein im Scheidungsverfahren, um die finanziellen und persönlichen Folgen einer Scheidung verbindlich zu regeln. Mit Unterstützung eines Fachanwalts für Familienrecht können beide Ehegatten ihre Interessen in einer solchen Vereinbarung klar und rechtssicher festhalten. Typische Inhalte sind Regelungen zu Unterhalt, Vermögensaufteilung, Sorgerecht und Umgangsrecht.

Durch eine individuell ausgearbeitete Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung lassen sich spätere Konflikte vermeiden und die Zukunft für beide Seiten transparent gestalten. Als erfahrene Fachanwältin sorge ich dafür, dass alle relevanten Aspekte berücksichtigt werden und die Vereinbarung den gesetzlichen Anforderungen entspricht. So gewinnen beide Ehegatten Sicherheit und können sich auf einen klar geregelten Neuanfang konzentrieren.

Scheidung - Scheidungsfolgenvereinbarung

Scheidungskosten in Hannover – Mit welchen Ausgaben müssen Sie rechnen?

Die Kosten einer Scheidung werden nach dem Verfahrenswert berechnet, der sich aus dem gemeinsamen Nettoeinkommen beider Ehegatten ergibt. Die Formel lautet: (Nettoeinkommen Ehemann + Nettoeinkommen Ehefrau) × 3. Bei der Kostenaufstellung sollten vor allem alle relevanten Gebühren, Auslagen und Kostenpunkte berücksichtigt werden, um eine vollständige Übersicht zu gewährleisten.

Verfahrenswert

Gerichtskosten

Anwaltskosten (netto)

Gesamtkosten

6.000 €

518 €

1.155 €

1.673 €

12.000 €

694 €

1.542 €

2.236 €

18.000 €

870 €

1.929 €

2.799 €

30.000 €

1.222 €

2.703 €

3.925 €

50.000 €

1.735 €

3.730 €

5.465 €

Zusätzliche Kostenfaktoren

  • Bei strittigen Scheidungen verdoppeln sich die Anwaltskosten
  • Gutachterkosten bei Immobilienbewertung (ca. 1.000-3.000 €)
  • Kosten für Sachverständige bei komplexen Vermögensverhältnissen
  • Gerichtsvollzieher- und Registergebühren

Eine transparente Kostenvereinbarung zu Beginn des Mandats schafft Sicherheit und vermeidet böse Überraschungen. Viele Kanzleien bieten für Standardverfahren auch Festpreisvereinbarungen an.

Anwaltskosten

Die Gebühren des Rechtsanwalts werden nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) berechnet und richten sich nach dem Verfahrenswert.

Verfahrenskostenhilfe bei geringem Einkommen

Mandanten mit niedrigem Einkommen können staatliche Verfahrenskostenhilfe beantragen. Der Staat übernimmt dann die Gerichts- und Anwaltskosten vollständig oder teilweise. Die Rückzahlung erfolgt in kleinen monatlichen Raten.

Versorgungsausgleich und Zugewinnausgleich bei der Scheidung

Zwei zentrale Aspekte jeder Scheidung sind die Aufteilung der Rentenansprüche (Versorgungsausgleich) und des Vermögens (Zugewinnausgleich). Beide Regelungen können erhebliche finanzielle Auswirkungen haben.

Versorgungsausgleich – Aufteilung der Rentenansprüche

Der Versorgungsausgleich erfolgt automatisch bei jeder Scheidung und teilt die während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche hälftig zwischen den Ehegatten auf. Dies betrifft:

  • Gesetzliche Rentenversicherung
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Private Rentenversicherungen
  • Beamtenpensionen

Ausnahmen vom Versorgungsausgleich:

  • Ehen mit einer Dauer unter drei Jahren
  • Beiderseitiger notarieller Verzicht, der durch einen Notar beurkundet werden muss
  • Sehr geringe Anwartschaften (unter 1 Prozent der Bezugsgröße)

Zugewinnausgleich – Vermögensaufteilung

Im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft wird bei der Scheidung der während der Ehe erzielte Vermögenszuwachs ausgeglichen. Die Berechnung erfolgt in drei Schritten:

  • 1. Anfangsvermögen: Vermögen bei Eheschließung
  • 2. Endvermögen: Vermögen am Tag der Zustellung des Scheidungsantrags
  • 3. Zugewinn: Differenz zwischen End- und Anfangsvermögen

Der Ehegatte mit dem höheren Zugewinn muss die Hälfte der Differenz an den anderen zahlen. Ein Ehevertrag kann abweichende Regelungen zum Zugewinnausgleich ermöglichen. Eine Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung kann ebenfalls abweichende Regelungen festlegen und so teure Gerichtsverfahren vermeiden.

Unterhalt nach der Scheidung – Ihre Ansprüche und Pflichten

Unterhaltsfragen gehören zu den häufigsten Streitpunkten bei Scheidungen. Das deutsche Familienrecht unterscheidet zwischen Trennungsunterhalt und nachehelichem Unterhalt.

Scheidung - Trennungsunterhalt im Trennungsjahr

Trennungsunterhalt während des Trennungsjahres

Ab dem Zeitpunkt der Trennung kann der wirtschaftlich schwächere Ehegatte Trennungsunterhalt vom anderen verlangen. Dieser soll den ehelichen Lebensstandard aufrechterhalten.

Berechnung des Trennungsunterhalts:

  • Grundlage: Bereinigte Nettoeinkommen beider Ehepartner
  • Methode: 3/7-Regelung bei Erwerbstätigkeit beider Partner
  • Bei Alleinverdiener: 50 Prozent des bereinigten Nettoeinkommens

Der Trennungsunterhalt muss aktiv geltend gemacht werden – er entsteht nicht automatisch. Eine formlose Aufforderung reicht aus, bei Verweigerung kann er gerichtlich durchgesetzt werden.

Nachehelicher Unterhalt – Wann besteht Anspruch?

Nach der Scheidung gilt der Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit. Nachehelicher Ehegattenunterhalt ist nur in besonderen Situationen geschuldet:

Unterhaltsansprüche bestehen bei:

  • Betreuung minderjähriger gemeinsamer Kinder
  • Krankheit oder Gebrechen
  • Arbeitslosigkeit trotz Bemühungen
  • Aufstockungsunterhalt bei geringem eigenen Einkommen
  • Ausbildung, Fortbildung oder Umschulung

Befristung und Begrenzung

Der nacheheliche Unterhalt kann zeitlich und betragsmäßig begrenzt werden. Die Rechtsprechung tendiert zunehmend zur zeitlichen Befristung, um die Eigenverantwortlichkeit zu fördern.

Bei Wiederheirat oder verfestigter Lebensgemeinschaft entfällt der Unterhaltsanspruch. Eine sorgfältige Prüfung aller Umstände durch Ihren Rechtsanwalt ist daher unerlässlich.

Scheidung - Nachehelicher Unterhalt

Auswirkungen der Scheidung auf gemeinsame Kinder

Das Kindeswohl steht bei allen familiengerichtlichen Entscheidungen im Mittelpunkt. Moderne Rechtsprechung zielt darauf ab, die Bindung zu beiden Elternteilen aufrechtzuerhalten.

Sorgerecht nach der Scheidung

Das gemeinsame Sorgerecht beider Eltern bleibt in der Regel auch nach der Scheidung bestehen. Wichtige Entscheidungen müssen weiterhin gemeinsam getroffen werden:

  • Schulwahl und Ausbildungsentscheidungen
  • Medizinische Eingriffe
  • Religionszugehörigkeit
  • Wohnortwechsel

Nur bei gravierenden Problemen in der Kommunikation oder Kindeswohlgefährdung überträgt das Gericht das alleinige Sorgerecht auf einen Elternteil.

Umgangsrecht – Kontakt zu beiden Eltern

Kinder haben ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen. Das Umgangsrecht ist ein Recht des Kindes, nicht der Eltern. Übliche Regelungen umfassen:

  • Wochenendbesuche (oft jedes zweite Wochenende)
  • Ferienbeteiligung (meist hälftig)
  • Zusätzliche Besuchstage in den Ferien
  • Flexible Regelungen bei besonderen Anlässen
  • Wechselmodell
  • Nestmodell

Bei Streitigkeiten vermittelt zunächst das Jugendamt. Gelingt keine Einigung, entscheidet das Familiengericht unter Berücksichtigung des Kindeswohls. Ein Anwalt vertritt dabei die Interessen seiner Mandanten auf deren Seite im Verfahren und sorgt für eine sichere rechtliche Begleitung.

Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle

Der Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, ist zum Kindesunterhalt verpflichtet. Die Höhe richtet sich nach der Düsseldorfer Tabelle und berücksichtigt:

  • Bereinigtes Nettoeinkommen des Unterhaltspflichtigen
  • Alter des Kindes
  • Anzahl der unterhaltsberechtigten Kinder

Kindergeld wird zur Hälfte auf den Unterhalt angerechnet. Bei minderjährigen Kindern hat der Kindesunterhalt Vorrang vor allen anderen Unterhaltsverpflichtungen.

Wie lange dauert eine Scheidung in Hannover?

Die Dauer eines Scheidungsverfahrens hängt von verschiedenen Faktoren ab. Angesichts der in den letzten Jahren gestiegenen Scheidungsquote in Deutschland, insbesondere auch in Hannover, gewinnt das Thema zunehmend an gesellschaftlicher Relevanz. Bei optimaler Vorbereitung und einvernehmlichem Vorgehen lassen sich die Zeiten erheblich verkürzen.

Die Rechtskraft der Scheidung tritt einen Monat nach Zustellung des Scheidungsbeschlusses ein. Erst dann ist die Ehe rechtlich vollständig aufgelöst.

Durchschnittliche Verfahrensdauer

4-6 Monate nach Einreichung des Scheidungsantrages beim Familiengericht Hannover. Diese Zeit setzt sich zusammen aus:

  • Bearbeitungszeit des Gerichts: 2–3 Monate
  • Versorgungsausgleichsverfahren: 2-8 Monate
  • Terminierung und Durchführung: 1 Monat

Nur bei gravierenden Problemen in der Kommunikation oder Kindeswohlgefährdung überträgt das Gericht das alleinige Sorgerecht auf einen Elternteil.

Faktoren für schnellere Abwicklung

  • Kurze Ehen unter drei Jahren (Verzicht auf Versorgungsausgleich möglich)
  • Vollständige Unterlagen von Beginn an
  • Einvernehmliche Regelung aller Folgesachen
  • Professionelle Antragstellung durch erfahrenen Anwalt

Bei Streitigkeiten vermittelt zunächst das Jugendamt. Gelingt keine Einigung, entscheidet das Familiengericht unter Berücksichtigung des Kindeswohls. Ein Anwalt vertritt dabei die Interessen seiner Mandanten auf deren Seite im Verfahren und sorgt für eine sichere rechtliche Begleitung.

Faktoren für Verzögerungen

  • Streitige Folgesachen wie Unterhalt, Zugewinn oder Sorgerecht
  • Fehlende oder unvollständige Unterlagen zum Versorgungsausgleich
  • Gutachten bei Immobilienbewertung oder Unternehmensbewertung
  • Überlastung des Familiengerichts

Scheidung – Was kommt danach? Neue Wege nach der Trennung

Mit der Scheidung beginnt für viele Ehegatten ein neuer Lebensabschnitt, der sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich bringt. Als spezialisierte Rechtsanwältin für Familienrecht begleite ich Sie nicht nur durch das Scheidungsverfahren, sondern stehe Ihnen auch danach beratend zur Seite. Gemeinsam können wir die rechtlichen und finanziellen Folgen der Scheidung analysieren und individuelle Lösungen für Ihre Zukunft entwickeln.

Ob es um die Neugestaltung des Umgangs mit gemeinsamen Kindern, die Sicherung von Unterhaltsansprüchen oder die Planung eines finanziellen Neuanfangs geht – eine professionelle Beratung hilft, die eigenen Interessen zu schützen und neue Perspektiven zu eröffnen. So können Sie nach der Scheidung mit Zuversicht und rechtlicher Sicherheit in einen neuen Lebensabschnitt starten.

Scheidung - neue Wege nach der Trennung

Häufige Fragen zum Scheidungsanwalt Hannover

Es ist ratsam, einen Scheidungsanwalt so früh wie möglich zu kontaktieren, idealerweise bereits im Vorfeld der Trennung. Eine frühzeitige Beratung hilft, den Ablauf der Scheidung besser zu verstehen, wichtige Entscheidungen vorzubereiten und mögliche Konflikte zu vermeiden.

In Deutschland besteht Anwaltszwang bei Scheidungen. Bei einer einvernehmlichen Scheidung genügt es, wenn ein Ehepartner durch einen Scheidungsanwalt vertreten wird und der andere der Scheidung zustimmt. Bei strittigen Scheidungen benötigt jeder Ehepartner einen eigenen Anwalt.

Die durchschnittliche Dauer eines Scheidungsverfahrens in Hannover beträgt etwa vier bis sechs Monate. Die genaue Zeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Einigung der Ehepartner, der Vollständigkeit der Unterlagen und eventuellen Folgesachen wie Unterhalt oder Sorgerecht.

Die Scheidungskosten richten sich nach dem Verfahrenswert, der sich aus dem gemeinsamen Nettoeinkommen der Ehegatten ergibt. Hinzu kommen Gerichtskosten und Anwaltsgebühren. Bei einer einvernehmlichen Scheidung können die Kosten durch einen gemeinsamen Anwalt deutlich reduziert werden. Bei geringem Einkommen besteht die Möglichkeit, Verfahrenskostenhilfe zu beantragen.

Ja, eine Online-Scheidung ist möglich, wenn beide Ehepartner einvernehmlich geschieden werden möchten und keine strittigen Folgesachen bestehen. Die Kommunikation erfolgt überwiegend per E-Mail und Telefon. Die persönliche Anwesenheit vor dem Familiengericht zum Scheidungstermin bleibt jedoch verpflichtend.

Beratung zur Scheidung

Der erste Schritt auf dem Weg zu Klarheit und Neubeginn beginnt mit einer persönlichen Beratung. Als Fachanwältin für Familienrecht begleite ich Sie mit Erfahrung, Einfühlungsvermögen und juristischer Präzision durch das gesamte Scheidungsverfahren. Nutzen Sie die Möglichkeit eines telefonischen Erstgesprächs, um Ihre Situation zu besprechen. Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf!